Robert Dahl | Der Chef der Karls Erlebnisdörfer über Erdbeerkverkauf, Unternehmertum und Ostdeutschland

Shownotes

Robert Dahl ist Unternehmer, Macher und der Kopf hinter Karls. Anfang der 1990er-Jahre begann er in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Erdbeeranbau. Aus dem Verkauf von Erdbeeren entstand über die Jahre eine der bekanntesten Freizeit- und Familienmarken Deutschlands – mit Erlebnis-Dörfern, Hotels und immer neuen Plänen für weiteres Wachstum.

In dieser Folge von EINHEIT GUT, ALLES GUT sprechen wir darüber, wie aus einer einfachen Idee ein großes Unternehmen wird und warum Robert offenbar wenig davon hält, sich selbst Grenzen zu setzen.

Wie viel Mut und wie viel Risiko braucht Unternehmertum? Wie trifft Robert Entscheidungen? Was treibt ihn an, immer weiter zu wachsen? Wo liegen die Grenzen von Karls, wenn es überhaupt welche gibt? Und was hat er aus mehr als drei Jahrzehnten Unternehmertum gelernt?

Außerdem sprechen wir über Mecklenburg-Vorpommern und seinen Blick auf Ostdeutschland: Was hat sich seit den 1990er-Jahren verändert? Was läuft besser, als oft erzählt wird? Was fehlt dem Osten noch? Und warum braucht es vielleicht gerade hier mehr Menschen, die einfach anfangen und groß denken?

Eine Folge über Erdbeeren und Unternehmertum, über Wachstum, Heimat und Risiko.

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00:00:00: Mir ist es wichtig, dass wir egal was in Zukunft passiert eine Gesellschaft bleiben.

00:00:05: In der ausländische Mitbürger Angst frei sind sich willkommen fühlen Teil der Gesellschaft sind und das ist meine große Hoffnung Dass das auch so gelebt wird Und ich habe auch die hoffnung dass das so sein wird.

00:00:20: weiter hin.

00:00:24: Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Einheit.

00:00:27: gut alles Gut dem Podcast über Menschen den Osten und den Weg zur Gleichberechtigung zwischen Ost- und West.

00:00:33: Mein Name ist Toni, und gemeinsam mit meinen Gästen spreche ich in diesem Podcast über ein Thema das mir besonders am Herzen liegt – die Sichtbarkeit und die Repräsentanz von ostdeutschen in unserer Gesellschaft!

00:00:45: Wo sind sie?

00:00:47: Wie sieht es drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung mit der Gleichberechigung aus?

00:00:51: Wir sprechen über das Ostsein, über spannende Wege und blicken zurück aber vor allen Dingen nach vorn.

00:00:57: Ich freue mich dass ihr dabei seid.

00:00:59: Viel Spaß mit dieser neuen Folge.

00:01:05: Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen folge von einheit.

00:01:08: gut allesgut.

00:01:10: ich weiß nicht wie es euch geht aber bei mir ist es so, bei ganz vielen marken muss sich nur die farbe einen claim oder eben ein bestimmtes produkt sehen und es öffnet sich ganz viel in meinem kopf.

00:01:21: Bei der farbe magenta denkt man an telekom bei nichts ist unmöglich an toiota Und meine erdbeere denke ich an ein ganz bestimmtes unternehmen.

00:01:31: Mein heutiger Gast hat mit Erdbeeren angefangen und heraus ist eines der ungewöhnlichsten, aber auf jeden Fall eines der erfolgreichsten Unternehmen Ostdeutschlands und Deutschlands geworden.

00:01:42: Anfang der neunziger Jahre beginnt seine Geschichte in Mecklenburg-Vorpommern – mit einem Brief seines Vaters und einem Foto eines Wimbeltenspiels.

00:01:52: Und heute sind die Karlserlebnisdürfer weit über den Osten hinaus bekannt, Sieben Standorten und einer nationalen und international geplanten Expansion.

00:02:07: Mich interessiert dabei, wie wird aus einer einfachen Idee ein Unternehmen dieser Größe?

00:02:13: Wie viel Mut braucht es?

00:02:15: Wieviel Risiko und vielleicht auch wieviel Crazing ist?

00:02:19: Und was hat mein heutiger Gast in den mehr als drei Jahrzehnten Unternehmertum über den Osten gelernt?

00:02:26: Über Alter sprechen wir heute!

00:02:28: Ich freue mich sehr dass er heute hier ist der Kopf hinter den KS-Erlebnisdörfern.

00:02:33: Ich sage hallo und herzlich willkommen in diesem Podcast, lieber Robert Dahl!

00:02:37: Danke für die Einladung.

00:02:38: Hallo!

00:02:40: Lieber Robert ich habe eine Vorbereitung auf diesen Podcast und auch wenn ich nochmal auf meine Podcastfolge zurückschaue bist du tatsächlich der zweite Westdeutsche in diesem podcast.

00:02:51: was wo ich irgendwann gesagt hab Wessis sind Willkommen.

00:02:54: also von daher schön dass du das hier hergefunden hast Und wir wollen natürlich sprechen über eure Anfänge und den Weg, was ihr aufgebaut habt.

00:03:05: Aber vor allen Dingen auch über das Unternehmertum in Ostdeutschland auch deinen Blick auf die aktuelle Situation.

00:03:13: Ich freue mich mega dass du da bist weil du bist irgendwie ein Mann so habe ich dich zumindest wahrgenommen der irgendwie sagt was er denkt und das ist für diesen Podcast total schön.

00:03:23: bevor wir aber einsteigen ich hab einen Zitat von dir gefunden Niemand kommt mit dem Traum auf die Welt, Erdbeer pflückert zu werden.

00:03:32: Weiß gar nicht ob ich dran erinnerst aber...

00:03:34: Das sag' ich oft!

00:03:36: Die Frage was war denn der Traum des Kleinen oder des Jungenrobots?

00:03:42: Ich hatte irgendwie schon relativ früh so ein Drang irgendwas Größeres zu bewegen also mich also erfolgreich zu sein, um auch so ein bisschen.

00:03:55: Ich sag das mal inzwischen red ich da auch relativ offen drüber weil ich es auch erst...ich weiß es erst seit ein paar Jahren, wenn man so ein bißchen reflektiert.

00:04:01: Also um auch für Anerkennung!

00:04:05: Das ist ja, ne?

00:04:06: Wenn man irgendwie einen guten Instagram-Post macht dann kriegt man Herzchen und ich habe irgendwo gelesen dass denn Endorphine freigesetzt werden.

00:04:12: Wenn man cooles Unternehmen aufbaut wie Karls, dann kriegte man auch eine Menge Zuneigung wenn man sowohl an Erkennungen anscheinend entstehen dadurch auch Indofine und die machen süchtig.

00:04:22: Und das ist so ein bisschen mit mein Trieb, auf jeden Fall.

00:04:25: also ich schäme mich nicht dazu zu geben.

00:04:26: Das macht nämlich Spaß!

00:04:28: Ja aber hattest du so einen Kindheitstraum oder so ein Traumberuf der Nicht-Unternehmer-, Erdbeerunternehmer-Erdbeervlücker ist?

00:04:37: Sondern wo du gesagt hast es hätte auch ganz anders verlaufen können?

00:04:41: Nein, also ich hatte jetzt nicht irgendwie dieses.

00:04:43: Ich wollte Feuerwehrmann werden oder Astronaut oder irgendwas.

00:04:46: So was kann ich mich jedenfalls nicht daran erinnern.

00:04:51: Das ist heute immer noch ein bisschen so sehr vielschichtige Interessen.

00:04:56: Also ich kann mich für alles Mögliche total begeistern, Hotelier zu sein, Restaurantbetreiber zu sein auch Erdbeerbauer zu sein.

00:05:03: Ich könnte mir aber auch irgendwie ganz andere Dinge vorstellen und ich versuche möglichst viel davon eigentlich zu machen.

00:05:08: Aber ich

00:05:09: will noch mal ganz kurz eben auf diesen Satz eingehen, wie du da so zitiert hast.

00:05:12: Weil ich hab mit diesem Zitat also was du da anfangs gesagt hast... Ich benutze das relativ häufig aber damit habe ich nie mich gemeint sondern eigentlich unser.

00:05:21: ein großes Problem was wir seit einigen Jahren bei uns im Betrieb haben.

00:05:24: Ein echtes ernsthaftes Problem.

00:05:26: und zwar ist es so dass alleine in meiner Karriere als Selbstständiger oder ja Phase habe ich jetzt schon, also als ich angefangen habe mit dem Erdbeer-Anbaubetrieb in threeinundzig hatten wir nur polnische Erntehelferinnen und Erntehelfern.

00:05:42: Nur Polnische.

00:05:43: In Polen ist die Wirtschaft dann sehr stark gewachsen.

00:05:45: Irgendwann wurden es immer weniger Polen heute Null.

00:05:48: Einfach Null!

00:05:48: Nur noch es gibt ein paar Managementposition hier bei Karlsburg wo Polnisch ist.

00:05:53: Staatsbürger arbeiten seit vielen Jahren.

00:05:55: Dann kam eine Phase, wo nur ukrainische Studentinnen und Studenten zu uns gekommen sind bis zum Kriegsausbruch.

00:06:01: über zwölf Jahre ging das Und dann durch den Krieg bedingt die Männer durften nicht mehr raus Die Frauen wollten teilweise nicht mehr.

00:06:07: aus Solidarität und so weiter haben wir uns dann umorientiert nach Rumänien.

00:06:11: Wir hatten also schon in den letzten zwei und dreißig drei Jahren keinen einzigen deutschen Erntehelfer mehr hier bei Karls weil niemand auf die Welt kommt, mit dem Traum Erdbeerpflücker zu werden.

00:06:21: Denn das ist etwas was man nur macht wenn diese Lohndifferenz zu dem Heimatland so groß ist dass man sagt scheiß drauf ich gehe jetzt auch für zwei Monate der Erdbärpflücken auf wenn es wirklich ein harter Job ist und ich eigentlich Lehrerin bin in Rumänien Ich mache das trotzdem, da verdiene ich achtmal so viel.

00:06:38: Und diese Phase Die läuft einmalig ab Weil auch Rumänie natürlich extrem stark sich entwickelt Und deswegen arbeiten wir mit Hochdruck daran und einem kleinen Team hier bei Karls mit Humanoiden-Robot dann eben irgendwann die Ernte machen zu können, weil niemand auf die Welt kommt mit dem Traum Etterflügger zu werden.

00:06:55: Das war so der Hintergrund!

00:06:57: Ich wollte es nur mal kurz richtig gestellt haben... Aber

00:06:59: beides Sträge, mega interessant aber da wollen wir dann auch noch drauf zu sprechen kommen, weil natürlich stelle ich mir auch die Frage wie mein ihr seid, wie gesagt sprengen wir gleich nach drüber ist halt einfach riesengroße Arbeitgebermarke.

00:07:11: was bedeutet das für die Fläche?

00:07:14: Standorten, an denen ihr seid.

00:07:15: Aber da kommen wir gleich drauf.

00:07:18: Wir wollen einmal – du hast gerade gesagt – in den kurzen Abriss machen wie es eigentlich zu dem kam was hier heute seit.

00:07:27: ich habe es in der Anmoderation gesagt das fand ich irgendwie ganz schön.

00:07:30: Es gab so kleine Momente mit in dieser Entstehungsgeschichte ein Brief deines Vaters Ein Bild von Wimbledon.

00:07:37: vielleicht nimmst Du unsere Hörerinnen und Hörern einmal ganz kurz mit Wie war die Entstehen?

00:07:44: Zu dem geworden, was ihr heute seid.

00:07:47: Ja das ist wirklich eine eigentlich nach wie vor eine sehr schöne Geschichte.

00:07:51: also das fing mit dem Bild von wohl miteinander.

00:07:53: also meine Schwester Ulrike die auch bei uns hier in der Geschäftsleitung mit von Karls ist für den ganzen HR Bereich und Karls Academy usw.

00:08:00: Die hatte das Glück Der Zufall wollte so, dass sie bei einem Schüler-Austausch in England mit ihrer Gastfamilie in Wimbledon zu einem Tennisspiel war.

00:08:10: Hat dort einen Erdbeerverkaufsstand fotografiert aus dem geschnippelte Erdbellen mit Whip Cream.

00:08:15: Also Strawberries with Whip cream das ist heute noch ein traditionelles Ding.

00:08:19: Die wurden aus dieser Erdbeerbude verkauft, die aussah wie eine große Erdbähre.

00:08:23: Und dieses Foto, das hat sie, ich glaube es mussten in dem Jahr neunzig gewesen sein meinem Vater gezeigt als er wieder da war damals noch nicht auf einem Smartphone sondern als ein ganz normales entwickeltes Foto auf dem Küchentisch.

00:08:33: und mein Vater der gerade so ein bisschen in einem großen Umbruch war, weil die Schwartauer Werke und der Hauptkunde die hatten sich nach Polen orientiert.

00:08:40: Weil damals die Grenze aufgegangen waren da gab es in Polen waren die Erdbeeren halt deutlich günstiger usw.

00:08:44: Das war also auch ein Muss dass sie denn da umgestiegen sind.

00:08:47: Und dieser Erdbärstand den hat mein Vater da hat er sofort halt eine große Chance drin.

00:08:51: er kann zu sagen wenn wir so solche Stände hätten und aus denen Erdbehren an der Straße verkaufen das wäre ne Revolution!

00:08:57: Und das gab muss man sich vorstellen vor Solange es in Deutschland noch keinen einzigen Erdbeerverkauf stand, der aussah wie eine Erdbähre.

00:09:05: Heute gibt's glaube ich keinen erdbeerstand, der nicht aussieht wie eine Beere und dann hat er mit seinem guten Freund mein Vater lebt leider nicht mehr aber sein dameliger enger Freund Enno Glanz vom Erdbau auf Glanz aus Hamburg du bist ja in Hamburg Dann kennst Du bestimmt auch die Bütchen von Erdbaer auf Glantz und die beiden zusammen haben dann eine Form bauen lassen.

00:09:23: das war für damalige Fällen ist sie nicht ganz billig bei einer kleinen Bootsbaufirma, die sind nämlich aus dem gleichen Material GFK glasfaserverstärkter Kunststoff diese Bütchen.

00:09:31: Und dann haben beide Betriebe auch Endo Glanz und mein Vater eine ähnliche Geschichte hinter sich weil beide Eltern sind aus Mecklenburg-Vorpommern nach Tolstein geflüchtet Und sind dann beide Väter von den beiden, von Enno und meinem Vater.

00:09:42: Sind denn Anbauer für die Schwarte Werke geworden?

00:09:44: Insofern war da eine sehr starke Parallelität zwischen den beiden Betrieben und auch ne Freundschaft.

00:09:48: Die Freundschaft ist danach auf mich übergegangen.

00:09:50: also Enno Glanz, Enno Gennus Hearst, viele Büsse... Also wir sind seitdem halt sehr eng befreundet und beratschlagen uns oft über Anbau-Themen.

00:09:59: Und daraus, jetzt muss ich mal schnell die Kurve kriegen hier wie das zu meinen Betrieb eigentlich gekommen ist hatte mein Vater.

00:10:05: so kam es erst einmal zur Erdbeer-Direktvermarktung, also Endverbraucher B to C wie man heute sagen würde.

00:10:12: Und dann als ich denn so ein bisschen mit meiner Ausbildung fertig war und ich habe Obstbau gelernt und war ja in Polen auf einer, hab da polnisch genannt, auf der katholischen Universität

00:10:20: usw.,

00:10:20: und da hat mein Vater mir einen Brief geschrieben und sagt Robert willst du den nicht selbstständig machen?

00:10:24: Geh zurück nach Mecklenburg-Vorpommern wo wir hergekommen sind.

00:10:27: Zwar nicht der Betrieb den haben wir nicht wieder gekriegt.

00:10:29: aber da an der Nähe gibt es ein Stück Land, zehn Hektar Können wir uns sichern und dann könntest du dich dort selbstständig machen.

00:10:35: Und dann habe ich damit zehn Hektar Erdbeeren, und ich glaube elf oder zwölf von diesen Erdbär-Bütchen denn in three ninety angefangen.

00:10:41: und dann haben die Geschichte sie in Lauf.

00:10:44: Genau Du sagst die Geschichte nahm ihren Lauf es ist ja nicht beim Erdbauverkauf geblieben sondern Es ist ja eine richtige wie er es auch selber sagt Erlebnis dürfen hat sich eine Welt entwickelt.

00:10:54: Vielleicht magst du dann noch mal so... Also ich glaube jeder, na ja vielleicht fast jeder der diesen Podcast hört ist schon mal in irgendeinem von euren Stand unten vorbeigefahren.

00:11:02: Aber was macht aus deiner Sicht ein Erlebnisdorf so besonders?

00:11:05: Was ist die Magie dahinter?

00:11:08: Also ich habe einen Lieblingswort wenn ich an Karls denke.

00:11:10: das heißt niedrigschwellig.

00:11:11: Das musste ich jetzt sogar vor drei Jahren auf Englisch lernen.

00:11:14: Ich wusste nicht was niedrig schwellig auf englisch heisst weil wir in Oxnard an Kalifornien... Weißt Du was niedrigschwellig heißt?

00:11:19: Neh ich überleg auch!

00:11:21: Ich sag es ich verratz Dir das heißt low threshold low threshold.

00:11:24: Also ein echter Zungenbrecher und ich musste mal in der Stadthalle von Oxnard in Ventura County, muss dich Karls vorstellen?

00:11:31: Und dann wollte ich natürlich über mein Lieblingsport leben.

00:11:33: und dann habe ich unseren Projektleiter Axel... Ich sag Axel verdammt noch mal was heißt!

00:11:37: Da stand ich schon kurz vor der Bühne, ich sag fast als niedrigschwellig auf Englisch, aber der ist low threshold!

00:11:42: Ah er wusste das, sehr gut!

00:11:43: Ja der lebt da, der lebte, der wusste es.

00:11:46: Na ja also was macht die Leute?

00:11:48: oder was is' die Magie von Karls?

00:11:50: Also dass niedrige Schwelliger auf jeden Fall, wir nehmen per se anders andere Freizeitparks erst mal keinen Eintritt.

00:11:55: Bieten auch relativ viel so schöne Dinge an Attraktionen, schöne Shows wo Bombons produziert werden

00:12:00: usw.,

00:12:01: die einfach steht und da gar nichts kosten.

00:12:03: Und dann gibt es eben noch die Freiheit das man so pay by ride.

00:12:06: also wenn ich jetzt zum Beispiel ein Großeltern mit ihrer Enkeltochter und die will jetzt eine Runde mit unserer Erdbeerrautenbahn fahren der muss sich nicht gleiche Tageskarte kaufen sondern kann für drei Euro fünfzig die mit der Erdbärrauenbahn fahren lassen.

00:12:19: Die ist happy!

00:12:20: Ich trinke in der Handtasse Kaffee und ein Stück Kuchen, nehme vielleicht noch ein Glas Marmelade mit.

00:12:24: Und dann geht's wieder nach Hause und alle sind happy!

00:12:27: Das ist so dieses Unkomplizierte von Karls.

00:12:30: Also das ist ein Punkt, der glaube ich sehr stark dazu beiträgt.

00:12:34: Und das andere ist so.

00:12:35: es gibt einen Karlsmanifest was ich vor ein paar Jahren geschrieben habe und da gibts einen wichtigen Punkt also Zweiundzwanzig Punkte sind insgesamt.

00:12:41: Punkt fünf lautet verbote sind bei Karlsverboten Und das ist so, was wir leben wollen eben in jeder Phase.

00:12:48: Dass wir klar, dass führt auch hier und da mal zu Konflikten.

00:12:50: Wenn man darf bei Karls die Hunde mitbringen, dann darf er bei Karlsen auch.

00:12:52: Man kann es machen, was du willst.

00:12:53: im Grunde Es gibt nur irgendwo Verbotsschilder und das ist mir eben sehr wichtig.

00:12:57: Das führt aber glaube ich auch dazu zu einem relativ großen Wohlfühlmoment, sodass frei fühlt, entspannt fühlt und man darf laut sein.

00:13:05: Es ist alles irgendwie unkompliziert gerade wenn man auch kleine Kinder hat.

00:13:08: und ich weiß nur als meine drei Kinder jetzt die kleiner waren, meine Frau und ich werden wir mal irgendwo in einem schöneren Restaurant oder so waren und dann fällt da eine Gabel runter denn dann sitzt man doch schon mit nackem Verspannung weil man denkt scheiße jetzt geben wir hier einen auf die Werfen gerade aber das passiert bei Karls nicht.

00:13:23: Aber also dass es sozusagen wo du auch sagst Das wird und soll auch die DNA bleiben Also ein niedrigschwelliges, ein familienfreundliches Plätzchen, ein Erlebnisort wo Menschen zusammenkommen können und einfach eine gute Zeit haben sollen.

00:13:36: Das ist total dir wichtig und euch wichtig.

00:13:40: Wir wollen so da wo wir hinkommen irgendwie auch ein schöner Platz sein.

00:13:42: ich meine man sagt ja heute es gibt ja Literatur drüber der Dritte Ort und so weiter also Arbeit neben Zuhause noch einen Ort zu sein wo man sich wohlfühlt wo es gut riecht, wo es schön aussieht.

00:13:52: Wo kreative Ideen, wo man inspiriert wird.

00:13:54: Das ist mir zum Beispiel auch ein wichtiger Punkt.

00:13:55: also wir wollen auch gerne die Besucher... Also für mich ist immer so der Ritterschlag und das der schönste Moment wenn die Leute, wenn wir irgendwas neues gestaltet haben oder so und dann ziehen die zirken die Leute ihr Handy und machen Fotos und sagen geil!

00:14:07: Das ist ja eine gute Idee.

00:14:08: Könnten uns jetzt von Hause auch mal bauen.

00:14:11: So in dieser Art.

00:14:12: Das macht mir denn Freude.

00:14:15: entwickelt sich sowas.

00:14:16: Also habt ihr von Anfang an gesagt, das ist was uns wichtig ist?

00:14:19: Oder gab es irgendwann auch so den Moment in dieser Entwicklungsgeschichte wo ihr gedacht habt okay hier wird so wirklich... Hier entsteht gerade etwas Großes.

00:14:27: also ne?

00:14:28: Zweiundfünfzig Millionen Euro Umsatz und ihr expandiert, kommen wir gleich irgendwie drauf Das ist ja fett!

00:14:33: Also gab's irgendwie dem Moment wo du gesagt hast wow ich glaube hier entsteht jetzt was was ich mir vielleicht so habe auch gar nicht vorstellen können.

00:14:39: Ja

00:14:40: es gab so mehrere scharfe Kurven sozusagen, die oder Kreuzung wo wir dann hoffentlich in die richtige Richtung abgebogen sind.

00:14:50: Aber diese Karl sehr stark geprägt haben.

00:14:52: also das war nicht von Anfang an so weil dieses.

00:14:54: mein Vater hatte ja damals diesen langen Brief den er mir geschrieben hat mit der Idee dass ich mich selbst nicht mache.

00:14:58: da war die letzten zwei Seiten so eine Art regelrechter Businessplan zwar handgeschrieben.

00:15:02: im Dezember einundneunzig hatte er diesen Brief geschrieben.

00:15:04: Ich war damals in Polen und hatte denn auf zwei Seiten aufgeschrieben wie dieser Erdbeer Anbau betrieb gestaltet sein könnte und hat einen sehr, sehr schlauen Satz damit reingeschrieben.

00:15:14: In Klammern unter irgendeinem Punkt auf diesen zwei Seiten und Zwarstand da drin in diesem Satz die endgültigen Betriebsgröße wird durch die Absatzmöglichkeiten bestimmt.

00:15:22: Starker Satz.

00:15:23: Sehr schlau.

00:15:24: Ich

00:15:24: stück natürlich bis heute logischerweise... Das ist ja ein Gesetz wenn man so will!

00:15:28: Und dann durch den Erdbeer Abrufverkauf entwickelte sich denn dieser Hofladen- und Spielplätze.

00:15:33: ich hatte auch selber irgendwann einen starken Trieb da so dass das irgendwie mir sehr viel Spaß kommt aber es gab keinen Konzept Und dann entwickelte sich der Laden auch gar nicht mal in eine schöne Richtung.

00:15:42: Das war eher so uns irgendwann ein bisschen zu trashig geworden und hat mich sehr unglücklich gemacht, und dann gab es eine Weggabelung bei die dass wir also meine Schwester Ulrike und meine Frau Stefanie irgendwann auf einer Messe in Frankfurt zusammengehobt tief deprimiert eigentlich über diesen ganzen Unfug, den wir da machen also inzwischen.

00:16:03: Also was wir alles so verkaufen und hat mir vieles davon nicht mehr gut gefallen.

00:16:07: das ist aber schon lange jetzt so, jetzt so ungefähr her und da haben wir dann ja vielleicht ein bisschen weniger sagen wir zwanzig und da sind wir dann sechs damals genau sechs Adjektive entwickelt.

00:16:18: also es waren wir hatten hundert aufgeschrieben an dem Abend im Restaurant wie wir am liebsten gesehen werden wollen wenn uns ein anderer beurteilt.

00:16:26: also Adjektiven Ich glaube, gut neunzig hatten wir aufgeschrieben.

00:16:30: Und die haben wir dann mit netten Leuten aus Berlin von Dan Perlman uns geholfen, diese Adjektive zu sortieren und sind am Ende sechs übriggeblieben.

00:16:39: Achtung!

00:16:41: Jetzt habe ich sie nur für oft hinten.

00:16:43: Liebevoll, kreativ, augenzwinkert, familiär, großzügig... ...und jetzt habe ich wirklich was vergessen.

00:16:54: Das waren ja nur fünf.

00:16:55: Das war ein Fünf.

00:16:57: Unfamiliär, genau!

00:17:00: Und die haben wir uns dann auf eine große Tafel gedruckt und das waren von dem Moment an unsere Leitlinie, unsere Leibplanken und haben gesagt Wir bauen jetzt Kals um bis alles was wir tun von diesen sechs Adjektiven mindestens von einem oder mehr dieser Adjektive beschrieben wird.

00:17:16: wenn es nicht der Fall ist weg damit also für Produkte, für Gebäude, für neue Klamotten für die Mitarbeiter immer wieder durch die Brille.

00:17:22: Ist es liebevoll, ist es kreativ?

00:17:24: Ist es authentisch?

00:17:24: Ist das Augenzwingern?

00:17:25: Familie ja großzügig.

00:17:26: Also so und dann hat uns das unheimlich geholfen.

00:17:29: also damals war so die Idee wir machen Karls jetzt aus zu einem Unternehmen was uns selbst gefällt oder wir hören auf damit und machen wieder nur Erdbeeren.

00:17:36: heute kann ich sagen also ich liebe Karls heiße und innig.

00:17:38: Ich mag dass was wir tun Und natürlich gibt's immer wieder Punkte wo man sagt mehr das muss verbessert werden.

00:17:43: Das ist nicht ganz cool.

00:17:44: jetzt gerade So, und das war eine Weggabelung.

00:17:47: Dann die zweite Weggabelung dieses Naming-Karls.

00:17:50: der Laden hieß ja am Anfang nur Erdbeerhof Rövershagen weil es gab ja nichts mit Erlebnis Dorf oder sonst wie was.

00:17:57: aber als ich meine Frau kennenlernte da zweitausend war das Silvester zwei tausend.

00:18:02: Da hatten wir dann dir damals in Hamburg an der Werbergentur gearbeitet.

00:18:05: Und dann sind wir da so nach paar Monaten nach New York unterwegs gewesen und sind also durch die Straßen spaziert und dann hingen überall diese hübschen Schilder mit Logos und Establishen und was weiß ich nicht alles.

00:18:15: Und da meinte meine Frau Mensch irgendwie, dein Land hat ja gar keinen richtigen Namen.

00:18:18: Ich so, hey wieso?

00:18:19: Der heißt doch Erdbeer auf rüber sagen!

00:18:20: Ne Name, Name.

00:18:22: und dann haben wir so darüber diskutiert.

00:18:24: oder sind wir irgendwie auf den Vornamen von meinen Opa gekommen weil wir dachten das passt so ein bisschen zu diesem ländlichen usw.

00:18:29: Dann hatte mein Vater der lebte damals noch, mein Opa war schon in fournachtzig glaube ich und dreinachtzig gestorben und mein Vater hat uns denn erzählt wie das war.

00:18:36: mit der Gründung.

00:18:37: neunzehnundzwanzig hat dann eine Rostocker Werber-Gentur aus diesem Brainstorming, dieses Logo Karls seit dem Jahr und zwanzig entwickelt.

00:18:46: Und denn gab es diese Umbenennung?

00:18:47: Ja!

00:18:48: Das war so ein Meilenstein, denn der nächste war so als wir unser erstes Fahrgeschäft, im ersten Mai des Erachtens, im Jahr zwei Tausend Acht eröffnet haben.

00:18:56: Und dann im Jahr zweitausend elf der Entschluss zu sagen Wir wollen das an mehreren Standorten machen in ganz Deutschland am liebsten.

00:19:02: So...und

00:19:03: so..und das war so in Kurzform was uns bis heute getrieben hatten.

00:19:08: Ja, ich finde und also alleine wenn du diese sechs adjektive aufzählst.

00:19:12: Man spürt das schon.

00:19:13: Also man spürte, wenn man reinkommt, man spürt an euren Produkten in der Art und Weise wie die Leute miteinander umgehen da ist was sehr familiäres, da ist etwas sehr authentisches, da is irgendwie was sehr nettes und deshalb kann ich mir schon vorstellen dass das auf Menschen so eine richtig tolle... Es ist so ein wie du gesagt hast, so ein dritter Ort wo man einfach gerne hingeht, wo man gern ist, wo Mann miteinander ist.

00:19:33: Also von daher, mega schön.

00:19:35: Mich würde vor allen Dingen auch noch interessieren das Unternehmertum also du als Unternehmer da ist ja so ein Imperium aufzubauen.

00:19:42: Das macht man nicht alleine.

00:19:43: Das ist logisch.

00:19:43: Du hast von deiner Schwester gesprochen oder von der Frau gesprochen aber letztlich gibt es sehr wahrscheinlich für dich auch so einzelne Parameter oder Menschen wo du sagst Die haben mir oder die sind mir wichtig, wenn ich entscheide.

00:19:55: Wenn ich Dinge irgendwie entscheide links rum oder rechtsrum bist du bist du Bauchmensch bist du zahlen Mensch verlässt du dich auf dein Instinkt steht da überall eine große ein zehn Jahresplan dahinter.

00:20:06: wie wird so das beschreiben?

00:20:10: Also es ist ne Mischung also Arbe nicht in wirklichen Zahlen Tier sozusagen.

00:20:16: Also ich liebe Kopfrechnen, ich liebe Prozentrechnend... Ich liebe es super schnell zu rechnen also so Zusammenhänge möglichst gar nicht so zu berechnen sondern zu sehen und ziehe mir jeden Morgen um.

00:20:31: wir haben so ein automatisches Berichtswesen.

00:20:33: wo denn morgens um fünf Uhr drei warum auch immer das kommt?

00:20:36: Ich muss mir das per WhatsApp schicken weil Der ist seit einem Jahr versucht keine E-Mails mehr zu lesen und dann kriege ich morgens also eine automatisierte WhatsApp mit so einem ungefähr neununddreißig Seiten langen Report des Vortrages.

00:20:47: Okay, der ist über neun und drei Seiten, wo denn alle Standorte mit Feuerzahlen, Vergleichszahlen, Lohnkosten, Quoten

00:20:52: etc.,

00:20:53: Besucherzahlen und die bis ins tiefste Outlet kann ich dann reingucken?

00:20:57: Also oben gibt es ein Dashboard, wo das alles zusammen ist aber da geht's halt immer tiefer Und das ist mir schon enorm wichtig!

00:21:02: Aber gleichzeitig wenn ich irgendwie, wenn größere Entscheidungen anstehe die wälze ich einmal in meinem Kopf, in meinem Bauch sehr stark auch unabhängig von Zahlen.

00:21:13: Also meistens treffe ich zahltechnisch sehr unvernünftige Entscheidungen.

00:21:17: Das recht sich natürlich auch ab und an mal, indem das dann ein Flop wird.

00:21:21: aber oft klappt es auch.

00:21:23: Und dann bespreche ich das mit sehr vielen Menschen, die mir wichtig sind Also Freunde, Freundinnen, Menschen wo ich weiß die haben eine gute und natürlich mit meiner Familie.

00:21:36: Mit Leuten hier aus der Firma

00:21:37: usw.,

00:21:38: also wenn ich gerade so ein Thema habe dann erzähle ich das notfalls auch dem Überfahrer.

00:21:44: Ich versuche möglichst viel dann irgendwie Feedback zu kriegen aus allen Himmelsrichtungen usw.

00:21:49: Und dann forme ich mir da irgendwann so einen Bild daraus.

00:21:52: und dann versuche ich denn das richtige zu entscheiden einfach.

00:21:56: Also wenn du deine nächsten Expansionspläne in diesem Podcast teilen möchtest, feel free.

00:22:01: Wir sind gutes Sparringspartner!

00:22:03: Aber gab's so Momente wo du gesagt hast Fehlentscheidung?

00:22:06: Grobe Fehlenscheidungen und irgendwie signifikante FehlEntscheidungen oder bislang Gott sei da habe ich passiert

00:22:14: doch massenhaft.

00:22:15: also andauern natürlich also kleinere Sachen täglich mittlere Gott sei dank nur ab und an Und große fehlentscheidungen hatten wir auch schon.

00:22:23: Also die größte oder die am tiefsten gesessen hat, das war mal... Ich hatte unweit von hier einen alten wunderschönen Mühlenhof gekauft also unweit vom unser Zentrale wo es ja schon das Erlebnisdorf gab oder den Erlebnishof damals in Rübershagen.

00:22:37: Das war das Jahr zweitausendreins, also schon lange her.

00:22:40: aber dann ich habe so ein Febel für alte Immobilien und alte Gemäuer irgendwie ziemlich magisch irgendwie an.

00:22:46: und dann hatte ich diesen Mühlehof gekauft Und hab mir eingebildet, dass das eine sehr gute Idee wäre da noch so ein Erlebnishof zu bauen.

00:22:57: Obwohl das nur zehn Kilometer von unserer Zentrale entfernt war.

00:23:01: Aber ich hatte mir so eingrehen ... Ja, das ist ja ne ganz andere Verkehrsströme weil da geht es zu diesem Überseehafen wo die ganzen Skandinavier von der Fähre kommen und bla... Ich hatte mir das alles so schön geredet!

00:23:11: Ich hätte stutzig werden müssen als die Deutsche Bank damals.

00:23:13: Das war damals unsere Hausbank.

00:23:15: Da hat sich das eine Finanzierung angefragt und die hatten sich das dann überlegt.

00:23:19: Ich hatte gedacht, das wird sowieso was.

00:23:20: Hattest du mal kräftig angefangen da Baufirmen zukasten?

00:23:23: Die waren da alle schon kräftig am Bauen und ich hatte noch gar keine Finanzierung.

00:23:26: Und dann hat die Deutsche Bank als wir da so mittendrin waren gemeint So ja sie haben sich jetzt überlegt also nee dass würden Sie doch nicht gerne finanzieren weil das ist sie sehen Dann zu großen konflikt hier zwischen habe ich gedacht die Idioten den werde ich zeigen Jetzt erst rechts so nach dem Motto.

00:23:41: aber sie hatten recht es lief nämlich null Okay.

00:23:45: Es war so eine Katastrophe und ich habe das auch.

00:23:47: deswegen darf ich das auch sagen, dass ich da gedacht hab so ein Idiot weil ich hab den das hinterher natürlich auch selbst alles so gesagt.

00:23:53: im Nachhinein also muss ich zugeben sie hat recht aber das hat unseren Betrieb der damals ja noch sehr viel kleiner war ne?

00:24:00: Also zwei tausend eins wie gesagt wirklich in den Grundfesten erschüttert weil einige Millionen Euro investiert, die wir im Prinzip nicht hatten und da haben wir relativ lange gebraucht so ich glaube zumindest in zwei bis drei Jahre um unsere Wunden dazu lecken und wieder rauszukommen.

00:24:16: Das hat aber auch viel Gutes bewirkt hier mit mir also gemacht und doch nicht so vollkommen verstrahlte Entscheidungen zu fällen sondern doch ein bisschen doch nochmal gut nachzudenken bei einigen Sachen.

00:24:31: Ja, ja und ich fand es interessant du warst ja letztens im OMR Podcast den habe ich natürlich auch angehört.

00:24:35: Du hast gesagt du hast lange Zeit auch so'n bisschen wie soll man sagen also ohne regelmäßige Jo-fixe und ohne Abstimme oder sowas geführt hast auch gerade sehr selbst gesagt schaust eher unregelmäßig bis gar nicht in Mails sondern versuchst vieles über WhatsApp zu machen.

00:24:51: das hast du jetzt so'nn bisschen in Anfangszeichen geändert gedreht.

00:24:56: Warum?

00:24:58: Ich lache gerade, weil der OMR-Podcast ist noch gar nicht so lange her.

00:25:04: Aber ich hab das genau, also dieses was ich da erzählt habe euch genau vier Monate durchgehalten.

00:25:11: Und dann oder sagen wir fast fünf, fast fünf und dann begann eine Ausnahmesituation weil wir im Oberhausen unser Erlebnisdorf, also unser achtes Erlebnestorf gebaut haben.

00:25:23: Das ist jetzt unlängst grad ein Ruhrgebiet, das ist jetzt unlängst gerade eröffnet worden und am zwanzigsten Juli war die Eröffnung.

00:25:30: gestern vor drei Wochen habe ich das alles über einen Haufen geworfen, meine guten Vorsätze.

00:25:36: Jetzt ist der Zweiundzwanzig Juli schon lange wieder vorbei, schon fast ein Monat und ich hab da aber noch nicht wieder hin zurückgefunden.

00:25:42: und ganz ehrlich im Moment kann ich mir das auch gar nicht wieder vorstellen in diesen Käfig zurückzukommen.

00:25:50: Okay na dann damit grüße an Kollegen Westermayer jetzt hier.

00:25:54: Hier ist Status quo.

00:25:59: Wir wollen so'n bisschen auf das hier- und jetzt natürlich zu sprechen kommen Und auch auf das, was ihr plant.

00:26:05: Du hast gerade gesagt der Achte des Erlebnisdorfes geplant worden oder ist eröffnet wurden?

00:26:11: Wenn ich dich heute fragen würde wo stehst du in fünf oder zehn oder wie auf immer vielen Jahren Wie viel Platz für Erlebnisse dürfen glaubst du da ist auch national gesehen werden wir in fünf jahren dann bald achtzehn haben?

00:26:25: Oder sagst du ne wir fokussieren auch auf die die sind wohin wollt ihr marschieren?

00:26:30: Nein, also ich möchte auf jeden Fall mehr.

00:26:33: Und bei Karls sind ja keine riesen Freizeitparks wie das Phantasialand oder der Europapark die eine viel größere Strahlkraft haben.

00:26:42: Guck mal wenn in Europa Park... Ich gehe gerne in den Freizei-Parks aber wenn ich da... Ich fahre tausend Kilometer um in Europa-Park zu gehen und es machen viele Familien in Deutschland oder nach Efteling in Holland.

00:26:52: Da gibt's auch einen tollen Freizatpark.

00:26:54: Zu Karls sagen wir da fahren die Leute ne Stunde oder manche auch anderthalb, aber nur aus vielleicht Ermangelung weil es in der Nähe kein Weiteren gibt.

00:27:03: Deswegen ist also mein Plan eigentlich dass ich gerne möchte das zwei tausendfünfunddreißig niemand in Deutschland länger als eine Stunde fahren muss um ein Karls Erlebnis Dorf zu erreichen.

00:27:14: und die Mission unser Fun Factory.

00:27:15: Ich habe ne Projektentwicklungsabteilung gegründet bei Karls Die heißt Fun Factory Karls Fun Factory Und da wo wir eben so diese Bautehemen usw.

00:27:24: bearbeiten Und da ist unsere Mission eben sechzig Minuten bis zwei tausendfünfunddreißig.

00:27:31: Okay, ja

00:27:31: und das finde ich auch schön was wir vorher auch schon hatten es ist für viele einfach eine schöne Art auch dem Alltag zu entfliehen rauszukommen was zu essen ein Fahrgeschäft zu machen.

00:27:41: ihr habt Hotels dabei.

00:27:42: auch das fand ich spannend wie ihr euch sozusagen an das Thema Hotelerie angenehret habt auch da ihr mit sehr viel Liebe und sehr viel Was wäre uns denn wichtig?

00:27:51: Wie ein tolles Hotelzimmer aussieht.

00:27:54: Die Frage ist ja so ein bisschen, aber auch wenn Deutschland sozusagen abgegrast ist und das hat man jetzt vielleicht auch den einen oder anderen Medien nehmen können.

00:28:03: Der Blick ins Internationale – du hast es vorhin auch schon kurz angesprochen.

00:28:07: Mallorca steht im Raum, die USA steht im Raum.

00:28:11: Ist das auch part of the deal?

00:28:13: Und sozusagen Teil eurer Strategie auch Cars ins Ausland zu übersetzen?

00:28:19: Ja!

00:28:20: Ich meine, da ist natürlich auch ein bisschen oder nicht so viel Abenteuerlust dabei.

00:28:26: Also diese Sache zum Beispiel jetzt in Oxnard, da ist ja am Samstag die große Abriss-Party findet das statt.

00:28:33: Mit Oberbürgermeister und Fünfhundert Gästen und Livemusik.

00:28:36: Und dann wird das zelebriert, dass das erste Gebäude ... Weil die Gebäuden auf unserem Grundstück stehen müssen leider alle abgerissen werden weil sie total baufällig sind.

00:28:43: Da gibt es so eine Tradition einer sogenannten Demolition Party mit Bürgeressen und Künstler sind da, die mit den Kindern den Bauzaun bemalen.

00:28:50: Eine Versteigerung der alten Artifaktor aus den alten Gebäudern für Vereine, schwachen Kindern helfen und so weiter, also ein riesen Ding.

00:29:00: Und dieses ganze diese Entwicklung zum Beispiel von diesem ersten Standort Karls in USA in Kalifornien das ist ein Reiz, ein Abenteuertrip der elektrisiert hier viele bei Karls.

00:29:12: Also mich natürlich total auch.

00:29:14: aber ich merke auch viele mit denen ich darüber rede bei Karl's die mir denn schreiben meiner Schwester schreiben und sagen Mensch können wir da mitmachen?

00:29:21: Können wir dahin?

00:29:22: Könnten wir mal ein halbes Jahr mithelfen?

00:29:24: Da haben so viel Bock drauf.

00:29:26: Irgendwie macht das was Gutes hier mit Karls diese, dass wir uns so fordern und so derart stark unsere Komfortzone verlassen.

00:29:34: Weil vieles muss in den Fragen gestellt werden.

00:29:37: Unsere Kassensysteme, Abrechnungssystemen usw.

00:29:40: Und wir lernen natürlich dadurch wichtige Dinge und ich habe also können mir total vorstellen... Also ich sehe im Moment keine, habt ja keine Blockade im Kopf wenn die jetzt angemeldet sollte laufen in Oxnard.

00:29:51: Ich sehe keinen Grund warum man das nicht an ganz vielen Stellen USA auch machen sollte noch.

00:29:56: Was wäre so ein Traumstandort von dir?

00:30:00: Neben Oxnard.

00:30:02: Also ja, ich bin natürlich erstmal vielleicht da wo... Ich bin ein Fan von Austin in Texas.

00:30:09: Ich könnte mir Florida vorstellen und ganz viele Stellen vorstellen eigentlich.

00:30:15: Zu richtig weiß ich das auch noch nicht!

00:30:17: Wir konzentrieren uns jetzt erst mal sehr stark auf diesen einen Standort und sind auch natürlich, wollen wir sagen, respektvoll neugierig ob die Amerikaner irgendwie Karls feiern oder licht.

00:30:28: Aber es ist zumindest erst mal gut auszusprechen, also wahrscheinlich wird's ein Cars aber es ist einfacher als der ursprüngliche Name unter dem du gestartet bist.

00:30:38: ich glaube spätestens... Ja wobei

00:30:39: wir gerade so auf unserem Bauschild in Oxnard da steht jetzt Karls Eat Shop Play.

00:30:45: Aber weil wir noch nicht den Mut hatten das Erlebnisdorf zu nennen, aber wir haben auch manchmal ein bisschen Bock das Erlebnisdorf so als kompletter Zungenbrecher und dann die Leute so ein wenig das Lernen zu lassen.

00:30:55: Was das eigentlich bedeutet?

00:30:56: Absolut!

00:30:56: Vielleicht wird der Erlebnisdorff das neue Kindergarten da ist ja auch irgendwie Englisch oder Deutsch vielleicht so.

00:31:02: also das wäre doch mal das Ziel.

00:31:04: du hast es vorhin gesagt sowohl in Deutschland als auch international Karls lebt er so ein bisschen von dem Handgemachten vom individuellen von dem familiären.

00:31:12: jetzt plant ihr einen Standort nach dem anderen.

00:31:15: Wie schafft man es das sozusagen, das skalieren?

00:31:18: Das Großmache auf der einen Seite und auf der anderen Seite aber trotzdem dieses liebevolle Handgemachte dass das auch beibehalten wird.

00:31:25: also ist die Leute auch merken vielleicht unterscheidet sich der eine standort vom andern und es ist nicht morph the same und überall wie kriegt er diesen spagatin?

00:31:36: ja Das ist ein ganz großes Thema, über das wir hier auch non-stop reden fast in jedem Designmeeting und Baummeeting.

00:31:44: Man könnte das so überschriff wachsen ohne die Seele zu verlieren.

00:31:48: Und also unser Credo irgendwo.

00:31:52: Also A – wie schaffen wir das?

00:31:55: A glaube ich durch die Tatsache dass wir uns dessen total bewusst sind.

00:31:59: Dass wir dieses Bewusstsein haben genau das nicht zu wollen!

00:32:05: Ganz viele Menschen hier einfach um mich herum bei Karls, die einfach sehr viel Liebe in die Details reinbringen.

00:32:13: Wenn ich jetzt an Oberhausen denke unser achter Standort im Ruhrgebiet da haben wir zum Schluss war dann ne... Ich weiß nicht wieviel aber mindestens zwanzig Künstlerinnen und Künstlern einfach die Gebäude noch mal so beschriftet haben und dekoriert.

00:32:28: Und dann sind wir aber auch mit einem Thema, mit dem Curryversum auf den Stand-und-Ruhgebiet eingegangen und haben zwei Lieder komponieren lassen, die in so einem Ruhepotzlängen die Fahrt da begleiten, haben von einem unserer Designer eine riesige Currywurst designen lassen, auf der man jetzt durch das Curryversums reitet also auf zwanzig insgesamt.

00:32:49: Wir wollen das einfach, dass diese Liebe zum Detail bewahren und eine Individualität und Kreativität, das macht also es Teil mit von dem Spaß den wir beim entwickeln haben.

00:33:03: Also ich würde glaube sehr unglücklich werden wenn wir nur noch so copy and paste mäßig irgendwo ohne Bestandteil der Community vor Ort zu werden.

00:33:14: Das würde mich unzufrieden machen.

00:33:15: Jetzt habe ich das Gefühl Ich bin jetzt in den letzten Monaten zu einem Ruhrport Mensch irgendwie geworden.

00:33:23: Ich bin aber auch ein Döbelner in Mittelsachsen geworden und bin aber einen Lockstäter bei Bremer Hafen geworden, als wir da so stark.

00:33:31: Und diese Verbindung danach, die hört nicht mehr auf!

00:33:38: Da steckt ja uns Menschen viel mehr drin... wo man überall so enge Kontakte aufbauen kann.

00:33:44: Und für mich ist das eine irre Bereicherung, also auch die Art Deutschland kennenzulernen und solche Konten zu einer Verbindung zu haben.

00:33:51: Und in Ochsen hat natürlich auch mit.

00:33:53: Ja.

00:33:54: Vielleicht ist es die schönste Überleitung, die du machen konntest, nämlich irgendwie überall verwurzelt zu sein und auch so eine Verbindung kennen zu lernen?

00:34:00: Wir wollen natürlich auch noch darüber sprechen... Du hast damals oder ihr seid in Mecklenburg Vorpaarmann angefangen beim MDR und als man dir dann so zuhörte, hat man gemerkt, da ist so viel auch Positives was du zu berichten hattest.

00:34:15: Wenn wir uns einmal noch mal an die Zeit zurück erinnern, du hast vorhin gesagt, zweiundneinzig-dreinneinzig hast du angefangen in Mecklenburg-Vorpommern.

00:34:23: Wie hast du die damalige Zeit sozusagen in dieser Zeit nach der Wiedervereinigung wahrgenommen Unternehmen zu gründen mit den Herausforderungen aber auch mehr den Chancen die sich damals geboten haben?

00:34:34: Wie erinnerst du diese Zeit?

00:34:37: Ja, ich kann das mehr so.

00:34:38: Also ich war damals... Ich war ja zwanzig und muss zugeben wirklich nicht besonders reflektiert.

00:34:43: also ich habe jetzt damals mir keine Gegenwartsgedanken, also wenig Gegenwarts-Gedanken gemacht und hab gesagt oh das ist ja gerade großartig was uns hier wieder fährt oder irgendwie was?

00:34:52: Ich kann jetzt nur rückblicken mich daran.

00:34:54: natürlich wenn ich mich daran erinnere denn sehe ich dass wir von vornherein eigentlich unglaublich positiv aufgenommen worden sind.

00:35:02: Ich kann mich heute oft über einen Zeitungsartikel amüsieren.

00:35:07: Also ich erzähl's einfach mal, weil heute wäre das ein bisschen verwerflich.

00:35:10: Aber damals war es in der Jahr three und neunzig war das.

00:35:12: Da hatte ich Sechzig Erntehelferinnen und Erntehelfer aus Polen.

00:35:16: Und die haben... Es ist lange her deswegen darf ich es ja sagen und neben dem Erdbeer fällt also sie hatten sich selber Zelte mitgebracht.

00:35:26: Die kamen dann diesen ganz kleinen Polski-Viert.

00:35:28: Heißt der, das ist so ein ganz kleines Modell von... Der heißt tatsächlich Polski Viert, so ein eckiger kleines Auto wie auch immer man dazu viert reinpasste, ist mir ein Rätseln und das Dach war noch einen Meter fünfzig voll gepackt aber das war so eine typische Bild.

00:35:39: damit sind denn die Leute aus Polen gekommen haben dann neben dem Erdbeerfeld im Wald gezeltet.

00:35:45: Wir hatten dann von der LPG in Rübershagen einen großen Wasserwagen organisiert Damit man sich waschen konnte Und die Toiletten waren der Wald.

00:35:56: Und jetzt kommt die Geschichte.

00:35:58: Wie erinnere ich das?

00:36:00: Heute würde man sagen, es ist sozusagen ein Skandal.

00:36:03: Damals gab es einen Artikel in der Ostsee-Zeitung, über eine ganze Seite.

00:36:08: Das ist hier unsere hiesige Hauptzeitung von einer Matzergruppe, die darüber geschrieben haben wie romantisch das ist dass die Erdbeerpflücker direkt neben dem Erdbärfeld im Wall zelten Und der Chef hat sogar ein Wasserwagen organisiert.

00:36:25: Das ist so... Heute wäre das natürlich absolut nicht vorstellbar.

00:36:30: irgendwie diese Art und Weise, ich sage jetzt auch gar nicht dass es so toll war irgendwie, dass es damals darauf weniger Rücksicht genommen wurde aber es war halt eine große So eine Pionieraufbruchstimmung irgendwie, wo solche Dinge möglich waren ohne dass man da an den Prager gestellt wurde.

00:36:48: Und am Ende das ich sage es jetzt doch einmal so Ich glaube das daraus denn auch doch ist etwas leichter vielleicht war das ein oder andere auch aufzubauen mit viel Geld und so.

00:37:00: Aber ich will nicht sagen Das ist heute sehr schwer ein Unternehmen aufzuwarten.

00:37:04: Ich würde sagen Heute gibt es ganz andere Möglichkeiten durch KI

00:37:07: etc.,

00:37:08: aber das war so ne Niedrigschwelligkeit auf einer anderen Art die einem das Leben auch sehr unkompliziert gemacht hat?

00:37:13: Ja, ja.

00:37:14: Aus ein bisschen Hemdserblichkeit einfach machen und anpacken und sich zurechtdruckeln.

00:37:19: Würdest du sagen... Du hast gerade schon ein bisschen in die Richtung geguckt.

00:37:22: Würdest du sagen es ist heute ähnlich, auch vielleicht im Vergleich jetzt hast du ja nur an dieser... also nur einen Anführungszeichen da ursprünglich dein Unternehmen gegründet aber du hast ja die verschiedenen Erlebnisse dürfen an ganz Deutschland gemacht.

00:37:33: Siehst du da Unterschiede?

00:37:37: In der kommunalen Verwaltung, meinst du?

00:37:39: Ja oder in den Ausgangsvoraussetzungen.

00:37:42: In den Grundstrukturen eine Firma zu gründen sich zu entwickeln Dinge aufzubauen und letztlich natürlich auch so groß zu skalieren.

00:37:50: Okay also wir haben ja irre viel mit verschiedensten Kommunen Also Kommunen sprich entweder Stadtverordnetenversammlungen Bürgermeisterinnen Bürgemeister Gemeinderäte usw.

00:38:02: Mit solchen Leuten haben wir wöchentlich zu tun an verschiedenste Stellen in ganz Deutschland.

00:38:07: was ich in den letzten Jahren so für eine Erkenntnis erlangt habe und das verwundert vielleicht einige, aber also es wird ja sehr viel Bürokratie-Bashing in Deutschland, Behörden-Baching und so betrieben.

00:38:19: Ich habe für mich eigentlich die Erkenntnisse gewonnen, dass Deutschland –was das angeht– einfach ein sensationell gut organisiertes Land ist, wo man sehr präzise zu seinem Recht kommen kann.

00:38:33: Wenn man vernünftiges Planungsprojekt, Architekten dann reicht ein Bauantrag ein wenn der vollständig ist und so weiter.

00:38:39: es gibt also keine Willkür.

00:38:41: mir ist noch nie Willkühe in Deutschland begegnet.

00:38:44: wenn ich jetzt so weil wir immer so man guckt immer ins Ausland ja das ja alles viel einfacher da so und so und So ein bisschen habe ich Deutschland dafür lieb gewonnen.

00:38:54: von hier Aussagen immer ja in Amerika das Ja alles viel unberuhiger gratischer.

00:38:59: Ich habe das, glaube ich, auch schon mal in irgendeinem Podcast gesagt.

00:39:01: Aber seitdem ich mich in Kalifornien die Bürokratie kennengelernt hab, liebe ich wirklich die deutsche Bürokratei.

00:39:06: Weil wir sind nur sehr verwöhnt und haben es nur, glaub ich vergessen, das zu verstehen irgendwie, ne?

00:39:12: Es ist doch alles super organisiert hier bei uns und es gibt nicht irgendwie.

00:39:16: ja wenn von irgendeiner Sachbearbeiterinnen... Wenn der meine Nase nicht passt so dass sie mir dann keine Genehmigung erteilt, das is' ja nicht der Fall!

00:39:24: Sondern es ist alles irgendwie gut organisiert und geordnet, wenn wir uns an die Regeln halten als Firma Karls.

00:39:30: Und so geht mir das also von Oberhausen über Sachsen bis nach Schleswig-Holstein und Macpombund.

00:39:35: Also ich bin da ganz happy eigentlich.

00:39:37: Ja!

00:39:39: Das ist ja auch schön.

00:39:39: man spürt zumindest eine Verbindung mit den lokalen Behörden Kommunen weil's ist ja ne Win-Win Situation.

00:39:47: Es wird ne Attraktion für die Region geschaffen und ihr könnt expandieren.

00:39:53: Wie ist es denn gerade auch so bei den Standorten, auch in Ostdeutschland?

00:39:57: Seid ihr was die Arbeitgebermarke anbelangt habt ihr viele Leute, die da aus der Umgebung kommen und schafft ja somit auch Arbeitsplätze.

00:40:04: Und seid irgendwie eine fest verankerte Größe oder wie muss man sich das vorstellen?

00:40:09: Ja also es gibt viele Menschen, die auch gerne bei Karls sozusagen mitmachen wollen.

00:40:15: Also Ulrike meine Schwester wenn sie mit ihrem Team Wir sind da auch unglaublich, würde ich mal sagen sehr beweglich und innovativ.

00:40:22: Also genügend Arbeitskräfte zu finden, indem wir flexible Arbeitsheiten und alles Mögliche an Bedingungen irgendwie so gut ist nur irgendwie geht hinbekommen.

00:40:32: Und wenn Ulrike ihre Job-Tage an einem neuen Standort macht, sagen wir jetzt in Wernigerode im Harz oder Döbeln in Sachsen, dann ist da ein großer Zuspruch.

00:40:44: Es gibt halt viele Leute die die Karls auch so privat gut finden und sagen, da würde ich auch gerne arbeiten irgendwie in dem Laden.

00:40:52: Es gibt dann natürlich auch wieder welche, die sagen also das ist mir zu wild bei denen weil es ist auch nicht ganz ohne ne?

00:40:59: Da ist ja oft viel los und alles.

00:41:02: aber wer an sowas Spaß hat und der ist da gut aufgehoben und dass sind viele

00:41:08: Ja Und es gibt keine Verbote.

00:41:10: Das darf man auch nicht vergessen.

00:41:13: Ja, das ist gar nicht so einfach zu leben.

00:41:16: Na ja es gibt jetzt gerade so ein Thema weil wir nehmen keinen Eintritt und haben so eine... Es geht darum sich also einen Picnic mitzubringen.

00:41:32: zu Karls Möchten wir nicht.

00:41:35: Weil wir sozusagen möchten, dass die Leute vielleicht bei uns einen Kaffee trinken und sich nicht alles mitbringen weil sonst wird es halt eng für uns.

00:41:45: Und da haben jetzt gerade so ein bisschen... Es ist ja so ein bißchen grad durch die Presse gegangen.

00:41:49: in der letzten Woche war das an dem Standort oder an Oberhausen und im Elztal.

00:41:53: Das ist da ab und an vorkommt, dass diese Leute dann eben doch auch sehr viel also ganzen Bollerwagen voll Dinge mitbringen.

00:42:00: Und das sehen wir halt nicht so gern und haben das jetzt versucht.

00:42:03: Und das ist so ein Punkt.

00:42:05: Wir wollen keine Verbote!

00:42:07: Auf der anderen Seite wollen wir aber auch nicht, dass eben so viel mitgebracht wird.

00:42:10: Jetzt haben wir es so mit Fairness und so weiter und haben uns jetzt so bisschen durchgemogelt, dass wir sagen natürlich irgendwie wenn jemand Allergien hat, dann für einen kleines Kind eine Reiswaffel oder einen halben Liter so ein kleines Getränk usw.

00:42:20: Das kommt da so an seine Grenzen.

00:42:23: Also so eine Verbotslosigkeit braucht auch ein Miteinander auf beiden Seiten.

00:42:30: Ich sag mal Hundebesitzer bei Karls?

00:42:32: Hier bringen viele ihren Hund mit.

00:42:34: Das klappt oft gut, solange alle ein bisschen rücksichtsvoll miteinander umgehen oder rauchern.

00:42:39: Du darfst bei Karls quasi überall rauchen und natürlich ist es trotzdem nicht okay wenn jemand sich direkt an Spielplatz setzt und womöglich noch seine Kippe im Sand ausdrückt.

00:42:48: das finde ich auch scheiße so was aber das müssen dann auch das klären dann auch oft unsere Kunden untereinander so ein Problem.

00:42:57: Also es ist so... Es ist wirklich, ich liebe diese Idee.

00:43:01: Verbote sind bei Karls verboten aber es wird auch immer wieder neu gechallengedrückt dass wir das auch wirklich durchhalten.

00:43:09: Und sagen mal mit Einblick auf die aktuelle politische Situation Wir stehen oder ihr steht und wir alle stehen vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpon gewählt.

00:43:18: Wenn ich's richtig gelesen habe sind bei euch irgendwie mehr als vierzig Nationen beschäftigt.

00:43:23: Es erscheint eine große Familie zu sein.

00:43:26: Mit welcher Emotion oder mit welchem Blick schaust du darauf, wie sich aktuell ein möglicher Wahlsieg oder wie auch immer erst mal abzeichnet?

00:43:36: Was ich verändern könnte.

00:43:38: Ja das ist also es gibt ja bei Karl seit zwei tausend fünfzehn.

00:43:45: in dem Winter zweitelsundfünfzehnt sechzehn hatten wir hier viele Flüchtlinge aufgenommen bei uns weil unsere Erntehelfer unterkünfte leer standen und der Landkreis hatte uns gefahr damit.

00:43:52: sehr klar Machen wir es ja wohl, ich bin damals hier in der Region so ein bisschen für angefeindet von einigen Gruppen.

00:44:00: Und dann hatte ich quasi aus Trotz und auch um unseren eigenen Mitarbeitern die eben aus vielen Nationen kommen zu zeigen wo ich stehe, hatte ich damals angefangen dass immer an unseren Eingängen ein Schild steht.

00:44:12: das ist bis heute so an jedem Standort auch im Oberhausen jetzt Ausländerfeinde müssen leider draußen bleiben mit meiner Unterschrift darunter.

00:44:22: Dieses Schild diskutiert auch hin und wieder mal in den Medien, in sozialen Medien wo denn zum Beispiel jemand darunter kommentiert.

00:44:31: Achso also uns Bilder hier also nicht haben mit drei blauen Herzen.

00:44:35: so viele Grüße von der AfD Und das ist nicht mein Verständnis.

00:44:40: Also diese Aussage ist keine politische Aussage von mir sondern eine zwischenmenschliche Aussage dass ich also dazu stehe Dass wir als Gesellschaft ausländische Menschen dringend benötigen, in ganz Deutschland.

00:44:55: Dringend Benötigen um so zu leben wie wir leben.

00:44:59: Wenn jetzt eine Partei Es gibt da widersprüchliche Aussagen.

00:45:03: Ich hatte jetzt gerade von dem Ulrich Siegmund Das ist ja der Spitzenkandidat Von der AfD In Sachsen-Anhalt Da hatte ich in einer Talkshow Hat er eigentlich sehr deutlich gemacht dass er gegen Ausländer gar nichts hat und auch gar nicht vorhat irgendwas daran zu ändern, weil er da ich meine er wurde da auch zitiert in dem er gesagt hat dass wir die auch hier für also für die gesellschaft auch brauchen.

00:45:28: es gibt ja viele arbeiten und so weiter die auch verrichtet werden.

00:45:31: Und da ging es ihm jetzt denn so deutlich gemacht mit straffällig gewordenen illegal eingewanderten Ausländer usw.

00:45:37: Das ist so... Also ich will gerade mal jetzt fange ich an so rumzuayern.

00:45:41: Ich würde sagen, mir ist es wichtig, dass wir egal was in Zukunft passiert eine Gesellschaft bleiben.

00:45:48: In der ausländische Mitbürger angstfrei sind sich willkommen fühlen Teil der Gesellschaft sind und das ist meine große Hoffnung, dass das auch so gelebt wird Und ich habe auch die hoffnung dass das so sein wird.

00:46:02: weiter hin

00:46:03: Ja ja also wo wenn nicht an so einem Ort wie bei euch wo sozusagen so viele Menschen aufeinandertreffen so viel menschen miteinander arbeiten könnte so ein Gefühl entstehen und man wünscht es uns allen, dass auch die Wahl entsprechend ausgeht.

00:46:17: Und es dann weiter Realität bleibt.

00:46:20: Aber vielleicht

00:46:21: ich möchte trotzdem noch mal so weil ich irgendwie weil ich kann denn auch immer nicht an mich halten.

00:46:24: Ich finde aber auch das unsere politischen Vertreter die jetzt im Moment die Bundesregierung stellen viel dafür tun nicht gemocht zu werden und damit eigentlich ein Großteil des Problems mitbilden.

00:46:42: Und

00:46:42: obwohl das schon so lange bekannt ist, trotzdem man sich nicht mal eint irgendwo in der Bundesregierung Das frustriert mich ein bisschen, muss ich ganz offen sagen.

00:46:56: Deswegen reicht es mir also nicht zu sagen egal was kommt Hauptsache dirigieren weiter.

00:47:02: Ich finde da muss auch ein bisschen etwas an Änderung mal passieren und einen Lernen eintreten aber das ist teilweise nicht erkennbar für mich.

00:47:10: Ja absolut!

00:47:12: Kann ich nur unterstreichen?

00:47:13: Ich glaube es ist in vielerlei Hinsicht liegen Gründe Und du hast einen angesprochen und das wäre sicherlich auch noch mal ein extra Thema.

00:47:22: Wir müssen so langsam oder wir biegen in die Schlusskurve ein, weil lieber Roberts gibt am Ende dieses Podcasts immer drei Blitzfragen bin ich gespannt.

00:47:32: der erste Frage und sowohl dieser Podcast ist ursprünglich mal so gestartet und jetzt ist bis heute geblieben eine Ostquote Also eine Quote für Ostdeutsche in großen Spitzenämtern, Politikwirtschaft, Wissenschaft und Co.

00:47:46: Ja oder nein?

00:47:47: Nein.

00:47:48: Sehr gut!

00:47:49: Soll ich noch das ausführen?

00:47:53: Ich bin totaler Fechter von der besten Leistung

00:47:58: Egal

00:47:58: ob Mann, Frau, Schul aus welchem Land kommend und schon gar nicht irgendwie ein Ost- und Best.

00:48:05: Die beste Leistung muss an die Spitze jeder Organisation damit eben wir uns als Gesellschaft positiv und erfolgreich weiterentwickeln.

00:48:13: Ja

00:48:13: sehr gut!

00:48:14: Zweite Frage was sind so typisch ostdeutsche Dinge Produkte Charaktereigenschaften?

00:48:20: Von denen es gut ist, dass wir sie im Hier und Jetzt haben.

00:48:23: Die sich durchgesetzt haben?

00:48:24: oder was haben wir so ein bisschen auf dem Weg verloren?

00:48:27: Was uns gut täte als Gesellschaft.

00:48:29: Und da war alles dabei schon von Rotkäppchenseck bis Ganztagsbetreuung.

00:48:36: also du hast breites Spektrum.

00:48:38: Also rotkäppchensack finde ich auch.

00:48:40: die Marke liebe ich total irgendwie weil die guten Job machen.

00:48:44: Ich mag den Begriff und das Produkt Bräuler.

00:48:48: Ich meine, im Grillhähnchen gibt es ja auch in Bayern und sonst wo im Westen.

00:48:52: aber ich mag den Begriffsbräuler und könnte mir vorstellen dass das so Stück für Stück irgendwann zu einem gesamtdeutschen Begriff wird.

00:48:59: Das habe ich schon so...das spüre ich ab und an mal wenn ich so mit Vessis sozusagen Kontakt habe.

00:49:06: Aber jetzt mal vielleicht dann bis jetzt nicht nur auf Nahrungsmittel begrenzen!

00:49:13: Ich würde mir wünschen dass so diese Lebensleistung von Ostdeutschen, ich glaube das tut einfach nach wie vor weh.

00:49:21: Dass das oft so negativ konnotiert wird obwohl die einzelnen Personen ihr Leben wirklich mindestens genauso eifrig und so gelebt haben wie westdeutsche aber es trotzdem schwingt da immer ein bisschen so einen abwertender Ton mit und das muss irgendwann mal aufhören nach den vielen Jahren.

00:49:41: jetzt

00:49:42: zwei schöne Dinge Gibt es in Preuler bei euch schon?

00:49:45: In den Erlebnisdörfern.

00:49:47: Du könntest das direkt einsetzen.

00:49:48: Nur

00:49:49: in Berlin-Elzhal, da gibt's ein Restaurant, das nennen wir zum Krossen Wetterhahn und dann gibt es Preuler.

00:49:55: Sehr gut!

00:49:57: Und allerletzte Frage – wessen Geschichte möchtest du in diesem Podcast hören sollte?

00:50:02: Muss aber nicht wie wir hier am lebenden Beispiel sehen, ein Ostdeutscher sein.

00:50:08: Ja, ich finde ja die Geschichte von Friedemann Kunz.

00:50:12: Das ist der Gründer von Scanhouse Marlow.

00:50:15: Die finde ich unglaublich spannend nicht nur weil er hier aus Mecklenburg... Also es ist eigentlich ein gebürtiger Schwede aber sein Vater war hier in Mecklemburger wie meiner im Grunde auch und der hat diese Firma Scanhouse Malow gegründet.

00:50:29: und ich ...die Geschichte von dem finde ich Wahnsinn.

00:50:32: also was der aufgebaut hat

00:50:35: Mega!

00:50:35: Vielen Dank.

00:50:36: Kommt auf die Liste, lieber Robert.

00:50:38: Wir hätten bei so vielen Themen noch tiefer einsteigen können und sollen und da hätten mehrere Stunden gar nicht gereicht.

00:50:44: aber es war so einen Rundumschlag über all die Themen.

00:50:47: Tausend Dank dass du da warst.

00:50:48: ich weiß schon aus sicherer Quelle aus meiner Familie das alle auf diese Folge gewartet haben weil es ist einfach Karls-Erdbär oder Erlebnestürfer sind Der Hottest Shit, alle lieben es.

00:50:58: und deshalb noch mal Schapo für das was ihr aufgebaut habt.

00:51:01: Danke.

00:51:02: Toll dass du hier bist und warst, danke dass du deine Geschichte erzählt hast und alles Gute.

00:51:07: vielen Dank!

00:51:08: Danke dir!

00:51:09: Das war Einheit Gut Alles Gut.

00:51:12: Alles über das Projekt gibt es auf einheitgutallesgut.de.

00:51:16: Alle Folgen des Podcasts findet ihr entweder auf der Website oder natürlich auf den gängigen Plattformen.

00:51:21: Dieser podcast lebt von spannenden Menschen und ihren Geschichten.

00:51:25: Wenn ihr Vorschläge habt, jemanden kennt oder selbst inspirierende Geschichten zu diesem Thema habt, so schreibt mir gern.

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